Music

Celine Dion~ Courage [Musikreview]

Moment mal- eine Musikkritik auf meinem Blog? Ja, eine Seltenheit:) Aber warum nicht? Auf dem alten Blog gab es regelmäßig Reviews zu neuen Platten. Also lasse ich das zu diesem Anlass einfach mal wieder aufleben. Vor kurzem erschien mit „Courage“ nach über 6 Jahren endlich wieder ein englischsprachiges Album von Sängerin Celine Dion. Wer mich kennt, weiß, wie sehr ich ihre Musik liebe. Ich war sehr gespannt, wie die neuen Songs klingen würden. Bereits die Vorveröffentlichungen fand ich größtenteils super. Aber bleibt sich Celine treu? Oder wagt sie es, neue Schritte zu gehen? Lest selbst…

Den Anfang macht die erste Single „Flying on my own“- man hört direkt, dass David Guetta der Produzent und Songwriter ist. Die Umptemponummer habe ich zum ersten Mal bei Carpool Karaoke von James Cordon gehört- und ich mag ihn bis heute. Danach folgt mit „Lovers never die“ ein Song, der sich auch gut auf einem „James Bond“-Soundtrack machen würde. Gesanglich einfach klasse. Achtung- Spoiler! Vor Monaten tauchte im Internet ein Leak auf, welcher den Song „Play me like a lovesong“ beinhaltet. Die Gerüchte verdichten sich, dass hiermit der Titelsong zum neuen Bond „No time to die“ entstanden sein könnte. Ich würde das natürlich feiern- immerhin bin ich ein großer Fan von Daniel Craig und den Agentenfilmen!

Nun folgt mein erstes Highlight: „Falling in love again“, eine Midtemposong, die ich so schön finde. Celine beweist stimmlich einmal mehr, dass sie die leiseren Töne beherrscht wie keine. Dann folgt der nächste Höhepunkt. „Lying down“ gab es schon vorher als Download- und ich liebe auch diesen Titel. Er stammt aus der Feder von Sia, welche auch zu hören ist. Wow! Und auch der Titelsong „Courage“ , der nun folgt, gehört zu meinen Favoriten des Albums. Celine widmet ihn eindeutig ihrem verstorbenen Ehemann Réne Angelil. Der Text ist unglaublich traurig, aber auch hoffnungsvoll, ihre Stimme klingt zerbrechlich. Er geht unter die Haut.

Mit „Imperfections“ folgte eine weitere Vorabveröffentlichung. Er hat eine großartige Message: du musst erst dich selbst lieben können, bevor du einen anderen Menschen lieben kannst. Ansonsten weiß ich noch immer nicht, was ich davon halten soll. Schade. Stärker hingegen ist „Change my mind“, der auch ziemlich tanzbar ist und die „neue“ Celine Dion ins richtige Licht rückt. „Say yes“ ist ein klassischer Grower. Ich habe eine Weile gebraucht, um seine Qualitäten zu erkennen- jetzt mag ich ihn einfach.

Eine moderne Dion bekommen wir auf „Nobody´s watching“ zu hören. Gelungen, denn der Refrain ist ebenfalls sehr stark. Nun folgt mit „The Chase“ wieder eine Ballade. Auch hier habe ich eine Weile gebraucht, um mich hinein zu hören. Er wird mit jedem Hören besser. Was ich von „For the lover that I lost“ nicht behaupten kann. Geschrieben wurde er von Sam Smith, was man ihm auch anhören kann. Ein absolutes Highlight! Dann kommt erneut Sia zum Zuge. Sie schrieb „Baby“- was für mich zu den besten Songs der ganzen Platte gehört. Wow!

„I will be stronger“ und „How did you get there“ folgen und zeigen erneut, wo Celine Dion soundtechnisch angekommen ist. Im Jahr 2019. „How did you get there“ brilliert auch durch ihre Stimmpower, während „I will be stronger“ davon erzählt, wie stark man nach einer Trennung sein kann.

„Look at us now“ passt perfekt zum restlichen Album. Ich habe auch hier meine Anfangsschwierigkeiten gehabt- doch jetzt scheint er zu meinen Lieblingen zu gehören. Mit „Perfect goodbye“, einer Ballade, endet das Album in der Standard-Version. Ganz okay- aber für mich nicht stark genug.

Nun geht es mit den Songs der Deluxe Version weiter. „Best of all“ ist für mich der schwächste Titel des ganzen Albums. Schade! Aber ich kann ihm einfach nichts abgewinnen. „Heart of glass“ wiederum ist modern und geht ins Ohr, während „Boundaries“ eine wundervolle Ballade ist, die für Gänsehaut sorgt. Den Abschluss macht nun „The hard way“, eine weitere Powerballade.

Fazit: das Album besitzt durchaus einen roten Faden. Celine Dion klingt moderner denn je, hat mit hochkarätigen Songwritern und Produzenten zusammen gearbeitet, besitzt jedoch die eine oder andere Schwachstelle. Ansonsten: eine gelungene LP. Danke!

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