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Lily Graham: Die Insel der Leuchttürme (Rezension)

Vor kurzem erreichte mich der Formentera-Roman „Die Insel der Leuchttürme“ von Autorin Lily Graham. Genau das richtige, um in so schweren Zeiten einfach mal abzuschalten. Heute folgt meine Rezension.

Charlotte hat gerade ihren Mann verloren. Er hat ihr etwas hinterlassen: ein altes Haus auf der wundervollen Insel Formentara mit dem Namen „Marisal“. Die Witwe reist dorthin und steht plötzlich vor der Geschichte ihrer familie. Marisal hält einige Überraschungen und Neuigkeiten für sie bereit. Es geht um eine folgenschwere Liebe, welche einst viele Leben aufs Spiel setzte und um zwei Schwestern, die ein schweres Los hatten. Charlotte taucht ein in ihre Spurensuche und sorgt dafür, dass ihre eigenen Wunden langsam zu heilen beginnen. Dank Marisal und Formentera.

Das Buch beinhaltet zwei Erzählstränge. Charlotte erzählt uns ihre Geschichte in der Gegenwart und wir tauchen ein in ihre Welt aus Trauer, Spurensuche und Hoffnung. Die andere Erzählweise geht von den beiden erwähnten Schwestern aus, Cesca und Esperanza. Wir werden dank ihnen in die Vergangenheit des 18. Jahrhunderts auf Formentar enfphrt. Das funktioniert ganz gut. Nach und nach wird ein interessantes Familiengeheimnis ans Tageslicht befürdert, welche mit der Vetreibung von Juden in Spanien zu tun hat und ihrer Flucht auf die wunderschöne Insel. Vermischt werden diese geschichtlichen Fakten mit der Geschichte der Schwestern und Charlottes Lebenslauf.

Ich konnte gut in die Atmosphäre dieser Insel eintauchen, die Handlung ist ganz spannend. Allerdings fehlen mir einfach Emotionen. Charlotte leidet unter dem Tod ihres Mannes, sie wird für mich zu wenig beleuchtet. Auch die Schwestern hätte mehr Gefühl gut getan.

Verwirrend ist jedoch der Titel. Gut, Formentare mag die „Insel der Leuchttürme“ sein, aber es gibt keinerlei Zusammenhang zur Geschichte. Der Beitext „Ein Geheimnis so tief wie das Meer“ macht neugierig auf eine interessante Geschichte mit Tiefgang. Leider bleibt der Roman leicht hinter meinen Erwartungen, da mir einfach mehr Emotionen fehlen. Schade. Aber ansonsten ein angenehmes Lesevergnügen für zwischendurch. Nur fehlt noch etwas mehr Tiefe, die der Grundhandlung gerecht werden würde.

3/5 *

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